Leere Asphaltstraße durch sanfte braune Täler mit einem Fluss und einem geparkten Defender.

25 September 2023

26 Min. Lesezeit

Wie lange dauert es, um Island herumzufahren? Der ultimative Guide für deinen Campervan-Roadtrip

Wie lange dauert ...

Die große Frage, die sich viele Reisende stellen, lautet: „Wie lange dauert es, einmal um Island herumzufahren?“ Die Größe des Landes täuscht. Rein technisch könntest du die gesamte Ringstraße (Ring Road) in weniger als 24 Stunden abfahren, aber viel sehen wirst du dabei nicht. Wer um Island herumfährt, muss einen Gang runterschalten. Wie viel Zeit du brauchst, hängt aber von deinem Reisestil ab.

Wenn die meisten Reisenden die Ringstraße erst einmal richtig durchgeplant haben, landen sie meist beim gleichen Ergebnis. Mit einem Campervan verschwindet die ganze Logistik rund um Hotelbuchungen und Timing komplett. Einer der größten Unterschiede, die wir bei Campervan-Reisen sehen: Die Zeit dehnt sich auf eine Weise, die die meisten nicht erwarten. Eine 7-tägige Tour über die Ringstraße fühlt sich oft eher wie 8-9 Tage an, weil du keine Zeit für Logistik verlierst.

Sobald du dich für einen Campervan entschieden hast, bleibt nur noch eine Frage zu beantworten: „Wie lange braucht man, um einmal um Island herumzufahren?“

1. Die kurze Antwort: Länge der Ringstraße und Fahrzeit

Wie viele Kilometer sind es einmal um Island herum? Die Ringstraße ist derzeit 1322 km (~821 Meilen) lang. Sie schlängelt sich größtenteils an der Außenseite des Landes entlang und beantwortet daher nicht wirklich die Frage „Wie viele Kilometer hat Island?“ Sie gibt dir aber eine gute Vorstellung davon, wie weit du fahren musst, wenn du das ganze Land umrunden willst.

Blick durch die Windschutzscheibe eines Autos während der Fahrt auf Islands Ringstraße in Richtung einer schroffen Berglandschaft.
Islands Ringstraße

Wie lange man für die Runde um Island braucht, hängt davon ab, wie oft du anhältst. Mit dem Tempolimit von 90 km/h auf Landstraßen, das in Ortschaften gelegentlich auf 50 oder 70 km/h sinkt, schaffst du die Ringstraße in 17-20 Stunden, aber dann bleibt keine Zeit zum Anhalten und um Island wirklich zu erleben.

2. Wie viele Tage brauchst du wirklich für eine Runde um Island?

Kann man Island an einem Tag umrunden? Klar kannst du das, aber die Frage bleibt: Warum solltest du? In so kurzer Zeit erlebst du nichts wirklich und siehst das Land nur draußen am Fenster vorbeiziehen. Wie lange dauert es also, durch Island zu fahren, mit angemessener Zeit für Sightseeing? Die Antwort hängt davon ab, was du erwartest.

Genau hier scheitern die meisten Pläne für die Ringstraße. Die Leute versuchen, quer durchs Land Hotels aneinanderzureihen. Mit einem Campervan fällt dieses ganze Problem weg. Keine Check-ins, um die du dich kümmern musst, kein Zurückfahren, kein Wettlauf gegen die Uhr. Ein Campervan gibt dir einen ausgewogeneren Zeitplan, bei dem du deine Route ganz einfach ans Wetter, deine Vorlieben oder dein Energielevel anpassen kannst. Du hast die Freiheit, langsamer zu machen, Gegenden ausführlich zu erkunden und zu entscheiden, wo du bleibst, wenn du bereit bist anzuhalten.

So sehen verschiedene Reisedauern aus:

1–3 Tage: Lohnt sich das?

Wenn du nur ein langes Wochenende in Island hast, ist die gesamte Ringstraße einfach nicht realistisch, auch nicht mit dem Campervan. Ehrlich gesagt halten wir das für kein schönes Erlebnis. Du verbringst die meiste Zeit damit, von A nach B zu fahren, und hast kaum Zeit, anzuhalten oder die Sehenswürdigkeiten zu genießen. Du rauschst einfach nur an Islands ikonischen Landschaften vorbei.

Statt die gesamte Ringstraße in kurzer Zeit abzuhaken, wählst du besser eine oder zwei der folgenden Optionen:

  • Der Golden Circle (Þingvellir, Geysir, Gullfoss)
  • Die Südküste bis Vík oder Jökulsárlón

Gelbe Straßenschilder auf Islands Ringstraße mit Richtungen und Entfernungen nach Vík, Reykjavík und Hvolsvöllur.
Entfernungen nach Vík, Reykjavík und Hvolsvöllur

Du erlebst Wasserfälle, Vulkane, Berge, Schluchten, schwarze Sandstrände und Gletscher, wenn auch auf kleinerem Raum.

Diese Routen sind trotzdem eine tolle Option für eine Campervan-Reise, denn:

  • Du sparst Zeit bei Hotel-Check-ins und Check-outs
  • Du kannst dem guten Wetter ganz einfach hinterherfahren
  • Du holst das Maximum aus deiner knappen Zeit heraus und bleibst dabei nah an der Natur

Ein kurzer Trip von 1-3 Tagen in Island lohnt sich auf jeden Fall, aber die meisten Reisenden unterschätzen, was es heißt, die Ringstraße in dieser Zeit zu schaffen. Es reicht, um einen kleinen Vorgeschmack auf Island zu bekommen, aber nicht, um alles zu erleben. Konzentriere dich stattdessen auf ein oder zwei Regionen und genieße die Flexibilität und Freiheit des Campervan-Reisens. Du holst mehr aus deiner Reise heraus, als wenn du versuchst, in kurzer Zeit das ganze Land zu umrunden.

6–7 Tage: Die beliebteste Option

An diesem Punkt merken die meisten Reisenden, dass ein Campervan nicht nur praktisch ist, sondern das, was eine 7-tägige Tour über die Ringstraße überhaupt erst möglich macht. In etwa einer Woche hast du genug Zeit, die gesamte Route zu fahren und die Landschaften zu genießen. Allerdings bleibt es auch mit einer vollen Woche im Campervan eine zügige Reise im Vergleich zu längeren Trips. Aber du verlierst weniger Zeit mit morgendlichen Check-ins und der Koordination deiner Übernachtungen und hast dadurch mehr Zeit für echte Erlebnisse.

In diesem Zeitrahmen kannst du mit Stopps an folgenden Orten rechnen:

  • Wasserfälle an der Südküste
  • Gletscher und Gletscherlagunen im Südosten
  • Vulkanlandschaften im Norden
  • Fjorde und Küstenpanoramen im Osten und Westen

Im Laufe deiner Reise wirst du wahrscheinlich jeden Tag etwa vier bis sechs Stunden fahren und an jedem Stopp nur begrenzt Zeit haben. Mit nur einer Woche solltest du die Highlights den Abstechern vorziehen. Weil du aber im Campervan unterwegs bist, gewinnst du:

Wellen brechen auf dem schwarzen Sand des Strandes Reynisfjara, während die Felsnadeln Reynisdrangar aus dem Meer ragen.
Strand Reynisfjara

  • Flexibilität, deine Übernachtungsstopps anzupassen
  • Kein Zurückfahren, um gebuchte Unterkünfte zu erreichen
  • Einfacherer Umgang mit wechselnden Wetterbedingungen

Wenn du im Sommer kommst, musst du deine Campingplätze eventuell im Voraus planen, besonders entlang der Südküste oder an anderen beliebten Orten. Denk auch daran, dass du weniger Spielraum für spontane Abstecher hast und dich vielleicht gehetzt fühlst, vor allem, wenn du normalerweise lieber langsam reist.

Mit 6-7 Tagen kannst du Island problemlos umrunden, aber nicht in die Tiefe gehen. Für so eine zügige Runde entscheiden sich die meisten unserer Mieter für einen kleineren 2WD-Campervan, der leichter zu handhaben und zwischen den Stopps schneller ist.

10–14 Tage: Die ideale Campervan-Reise

Um Island wirklich zu erleben, solltest du 10-14 Tage anpeilen, um das Beste aus deiner Reise herauszuholen. Eine längere Reise fühlt sich weniger nach Abhaken an und mehr nach einem intensiven Erlebnis, bei dem du die Landschaften wirklich genießen kannst. Du musst nur etwa 2-4 Stunden pro Tag fahren und hast damit jede Menge Zeit für Wanderungen, heiße Quellen und ungeplante Stopps.

Mit so viel Zeit kannst du Folgendes erwarten:

  • Die gesamte Ringstraße in entspannterem Tempo fahren
  • Die Halbinsel Snæfellsnes oder die Westfjorde erkunden
  • Längere Wanderungen machen und spontan anhalten
  • Ruhige Abende auf malerischen Campingplätzen genießen

Bei einer Reise von 10-14 Tagen spielt der Campervan seine Stärken gegenüber allen anderen Optionen voll aus. Du bist an keine Reservierungen gebunden, kannst also dem besseren Wetter hinterherfahren, weniger Menschenmassen erleben und an Orten aufwachen, an denen viele Reisende nur eine Stunde Halt machen dürfen. Du bekommst die perfekte Balance aus Erkunden, Flexibilität und Genuss.

Zwei weiße Wohnmobile geparkt in einer abgelegenen isländischen Landschaft mit dramatischen schneebedeckten Bergen im Hintergrund.
Camping in Island

Unser Fazit

Für die meisten Reisenden, die die Ringstraße planen, ist der Campervan nicht die abenteuerliche Alternative, sondern der praktischste Weg, die Route in einer realistischen Anzahl von Tagen tatsächlich zu schaffen.

  • 1-3 Tage: Ideal für einen kleinen Vorgeschmack, aber beschränke dich auf 1-2 Regionen
  • 6-7 Tage: Zügig, aber machbar
  • 10-14 Tage: Das ultimative Campervan-Erlebnis

3. Warum ein Campervan verändert, wie viel Zeit du brauchst

Wenn Leute fragen: „Wie lange dauert es, um Island herumzufahren?“, denken sie meist in Gesamtstrecke und Fahrstunden. Wenn du aber mit dem Campervan unterwegs bist, siehst du die Dinge ein bisschen anders. Mit einem Campervan fährst du nicht einfach nur um Island herum, du erlebst deine Zeit auf der Straße wirklich. Deshalb verändert das Reisen im Campervan, wie viel Zeit du brauchst, um Island wirklich zu sehen:

Du verlierst keine Zeit mit Ein- und Auschecken

Hotels und Gästehäuser haben feste Check-in- und Check-out-Zeiten, die einschränken, wann du ankommst und abfährst, und oft musst du Monate im Voraus buchen. Außerdem musst du jeden Tag packen und auspacken und fährst womöglich Strecken doppelt, besonders wenn du deine Pläne änderst. Mit dem Campervan dagegen kannst du länger an einem Wasserfall bleiben, früher zu einer Wanderung aufbrechen oder einfach anhalten, weil du müde bist. Du nutzt deine Zeit effizienter, was gerade bei kürzeren Reisen ein Vorteil ist.

Du kannst dem Wetter folgen

Die meisten Reisenden wissen, dass das Wetter schnell umschlagen kann, aber sie verstehen nicht immer, wie sich das auf ihre Pläne auswirkt. Wenn du in Hotels oder Gästehäusern übernachtest, bist du an deine nächste Unterkunft gebunden. Im Campervan hingegen kannst du umschwenken und in eine andere Region fahren, ohne dir Sorgen um eine Unterkunft machen zu müssen.

Zum Beispiel:

  • Fahr in den Norden, wenn es an der Südküste stürmt
  • Bleib eine Nacht länger, wenn die Sonne scheint
  • Lass neblige Aussichtspunkte aus und komm später wieder

Dramatische Berggipfel spiegeln sich unter schweren Wolken im flachen Küstenwasser an Islands Südküste.
Schwere Wolken an Islands Südküste

Du reist ganz automatisch langsamer

Reisen im Campervan zwingt dich fast dazu, langsamer zu machen. Du spürst keinen Druck, ein bestimmtes Ziel zu erreichen, nur weil du eine Reservierung hast. Du kannst an beliebigen Aussichtspunkten rausfahren, die dir ins Auge fallen, eine Stunde an einer heißen Quelle am Straßenrand verbringen, eine längere Wanderung machen oder für Fotos anhalten.

Campingplätze bestimmen deine Tagesetappen

Du kannst nicht einfach irgendwo anhalten und übernachten, aber anders als Hotels findest du Campingplätze an vielen Orten im ganzen Land. Da du mit dem Campervan aber auf Campingplätzen übernachten musst, richten sich deine täglichen Stopps nach diesen Standorten. Manche Tage werden länger oder kürzer als ursprünglich geplant, aber ein grober Plan ist trotzdem wichtig.

Der Weg ist das Erlebnis

Wenn du ein Auto mietest, geht es beim Fahren vor allem darum, von einem Ort zum nächsten zu kommen. Mit einem Campervan aber ist dein Mietfahrzeug Teil des Erlebnisses. Du kannst mit Gletscherblick zu Abend kochen, mit einem Wasserfall vor dem Fenster aufwachen und spät in der Nacht ohne Lichtverschmutzung die Nordlichter beobachten, ohne danach noch zu einem Hotel zu müssen. Du versuchst nicht mehr, deine Fahrzeit zu minimieren, sondern dein Erlebnis zu maximieren.

4. Verkehrsregeln und Tempolimits in Island, die du kennen musst

Das Fahren in Island ist ein großer Teil deiner Campervan-Reise. Die Regeln sind zwar relativ einfach, werden aber streng durchgesetzt, und das Wetter kann deine Fahrweise beeinflussen. Die Regeln zu kennen bedeutet nicht nur, Bußgelder und Ärger mit dem Gesetz zu vermeiden, sondern auch, in unbekanntem Gelände, bei schnell wechselndem Wetter und unerwarteten Begegnungen mit Tieren sicher zu bleiben.

Kurzübersicht der Tempolimits

Viele unserer Mieter sind überrascht, wie streng in Island Geschwindigkeitskontrollen gehandhabt werden. Die Tempolimits sind klar ausgeschildert, aber auch einheitlich, sodass du sie meist am Straßentyp erkennen kannst, auf dem du gerade unterwegs bist. Sofern nicht anders ausgeschildert, kannst du generell mit Folgendem rechnen:

  • 30 km/h (~19 mph) in Wohngebieten oder Schulzonen
  • 50 km/h (~31 mph) in Städten und Ortschaften
  • 70 km/h (~50 mph) auf Schotterstraßen
  • 90 km/h (~56 mph) auf asphaltierten Landstraßen (wie der Ringstraße)

Isländische Verkehrsschilder, die vor kurvigen Straßen warnen, und ein Tempolimit von 50 km/h neben einer ländlichen Schotterstraße.
Tempolimits in Island

Denk daran, dass Tempolimits Höchstgeschwindigkeiten sind. Wetter und Straßenverhältnisse können eine langsamere Fahrweise erfordern. Wichtig zu wissen ist auch, dass Island Blitzer einsetzt und die Bußgelder hoch sind.

Wichtige Verkehrsregeln, die Campervan-Fahrer kennen sollten

Hier sind die wichtigsten Verkehrsregeln, die du kennen musst, bevor du mit deinem Campervan losfährst:

  • Rechtsverkehr: In Island fährt man auf der rechten Straßenseite, genau wie im größten Teil des europäischen Festlands und in den USA.
  • Licht ist immer Pflicht: Auch tagsüber und im Sommer müssen Scheinwerfer und Rücklichter immer eingeschaltet sein.
  • Anschnallpflicht: Jeder Insasse eines Fahrzeugs muss jederzeit angeschnallt sein.
  • Null-Toleranz bei Alkohol: Die offizielle Grenze, ab der ein Bußgeld fällig wird, liegt zwar bei 0,2 Promille, aber beim Fahren nach Alkoholkonsum gilt Null-Toleranz.
  • Kein Offroad-Fahren: Du musst auf markierten Straßen bleiben. Offroad-Fahren ist streng verboten und führt zu hohen Bußgeldern.
  • Kein Wildcampen: Mit dem Campervan musst du auf ausgewiesenen Campingplätzen übernachten.
  • F-Straßen erfordern einen 4x4: Wenn du im Sommer unterwegs bist und die F-Straßen fahren willst, musst du einen dafür zugelassenen 4x4 mieten.

Gefahren beim Fahren in Island

Neben den Verkehrsregeln gibt es einige besondere Gefahren beim Fahren, die du vor deiner Campervan-Reise kennen solltest. Dir können begegnen:

  • Starke Winde, die deinen Campervan von der Straße drücken oder Türen beschädigen können
  • Einspurige Brücken
  • Schafe auf der Straße
  • Plötzliche Schotterabschnitte

5. Straßenverhältnisse und was sie für deinen Zeitplan bedeuten

Bei der Planung deiner Campervan-Route schaut man leicht nur auf die Entfernung. In Island musst du aber auch bedenken, wie Wetter und Straßenverhältnisse dein Tempo beeinflussen. Wenn du dich fragst, wie lange es dauert, um Island herumzufahren, solltest du realistische Erwartungen haben.

Asphalt vs. Schotterstraßen

Du bist wahrscheinlich daran gewöhnt, in deinem Heimatland auf asphaltierten Straßen zu fahren. Viele Hauptstraßen in Island sind zwar asphaltiert, aber Schotterstraßen sind weit verbreitet, besonders sobald du die Hauptstraße verlässt. Auf Schotterstraßen gelten niedrigere Tempolimits, und du musst vorsichtiger fahren, um Schäden durch Steine zu vermeiden. Achte besonders auf den Übergang von Asphalt zu Schotter. Bremse oder beschleunige nicht abrupt.

Schmale Straßen, Brücken und unübersichtliche Kuppen

Islands Straßennetz wurde nicht für viel Verkehr gebaut. Die Straßen sind schmal, mit wenig bis gar keinem Seitenstreifen, und an einspurigen Brücken müssen Fahrer Vorfahrt gewähren. Unübersichtliche Kuppen sind ebenfalls häufig. Das bedeutet, dass du langsamer unterwegs bist, als du erwarten würdest. Die Entfernungen auf der Karte spiegeln nicht genau wider, wie viel Zeit du wirklich brauchst.

Die Ringstraße ist keine mehrspurige Autobahn, wie du vielleicht erwartest. Außer in Reykjavík haben die Straßen generell nur zwei Spuren, eine pro Richtung. Das Tempolimit einzuhalten ist wichtig, aber wenn du merkst, dass du langsamer bist als andere Autos, blinke rechts, wenn sie sicher überholen können, oder fahre an einer sicheren Stelle an den Rand.

Weiße Hängebrücke über einen Fluss in der isländischen Landschaft unter einem hellen, teils bewölkten Himmel.
Einspurige Brücke in Island

Das Wetter kann alles ändern

Das Wetter ist wahrscheinlich der größte Faktor für dein Fahrtempo. Im Campervan kann das Wetter, besonders der Wind, deinen ganzen Tag bestimmen. Diese Wetterbedingungen sind in Island üblich:

  • Starke Winde
  • Regen und Nebel
  • Schnee und Eis im Winter

Plane immer Pufferzeit in deine Route ein, damit du Änderungen vornehmen kannst, wenn das Wetter es verlangt.

Abgelegene Regionen brauchen länger

Die abgelegenen Regionen Islands sind vielleicht nicht sehr groß, aber sie haben es in sich und sind oft anspruchsvoller zu fahren. Scharfe Kurven, wenig Infrastruktur und weniger asphaltierte Abschnitte bedeuten langsameres Fahren, besonders in einem größeren Fahrzeug wie einem Campervan. Die kurvigen Küstenstraßen, Höhenunterschiede und minimale Infrastruktur sorgen dafür, dass du für die Strecken länger brauchst.

Sofern du nicht im Winter reist, sind die Straßenverhältnisse in Island nicht schwierig, aber sie verlangen Flexibilität und Respekt. Hör bei der Planung deiner Reise auf, in Entfernungen zu denken, und fang an, in Erlebnissen und Bedingungen zu denken.

6. Islands Umrundung je nach Jahreszeit

Die Jahreszeit, die du für deine Campervan-Reise in Island wählst, spielt eine große Rolle dabei, wie lange die Runde um Island dauert. Straßenverhältnisse, Tageslichtstunden, Zugang zu Campingplätzen und Wetter ändern sich zwischen den Jahreszeiten dramatisch. Die gewählte Saison kann die Anzahl der Tage, die du realistisch für die Ringstraße brauchst, leicht erhöhen oder verringern.

Sommer (Juni–August)

Der Sommer ist ganz klar die beste und einfachste Zeit, um die Ringstraße zu fahren. Aus vielen guten Gründen ist es die beliebteste Reisezeit.

Was dich erwartet:

  • Fast 24 Stunden Tageslicht; Mitternachtssonne
  • Freie Straßen mit wenig bis gar keinem Eis oder Schnee
  • Alle Regionen sind in der Regel zugänglich, auch das Hochland
  • Alle Campingplätze sind normalerweise geöffnet

Zwei Reisende sitzen auf einer Steinmauer vor einer traditionellen schwarzen Kirche auf Islands Halbinsel Snæfellsnes.
Islands Halbinsel Snæfellsnes

Auswirkungen auf deinen Zeitplan:

  • Du kannst die Ringstraße bequem in 6-7 Tagen fahren
  • Längere Reisen (10-14 Tage) fühlen sich entspannter und intensiver an
  • Mehr Tageslicht bedeutet mehr Sightseeing ohne Hektik

Hinweise für den Campervan:

  • Du kannst bis spät in den Abend fahren, anhalten, wann immer du willst, und das fast endlose Tageslicht nutzen.

Der Haken:

  • Hochsaison bedeutet mehr Verkehr und volle Campingplätze
  • Höhere Mietpreise

Unterm Strich: Wenn du die einfachste, flexibelste und schnellste Campervan-Reise willst, ist der Sommer die ideale Saison. Für eine Sommertour über die Ringstraße reicht ein 2WD-Campervan völlig aus, es sei denn, du willst ins Hochland.

Winter (November–März)

Der Winter ist in Island ein völlig anderes Erlebnis. Schnee, Eis und starke Winde können die Fahrbedingungen erschweren, besonders wenn du mit dem Campervan unterwegs bist.

Was dich erwartet:

  • Wenig Tageslicht; teils nur 4-5 Stunden
  • Schnee, Eis und starke Winde
  • Häufige Straßensperrungen und Verzögerungen
  • Viele Campingplätze sind geschlossen

Auswirkungen auf deinen Zeitplan:

  • Die komplette Ringstraße ist bei kurzen Reisen nicht zu empfehlen
  • Selbst Teilstrecken können viel länger dauern als erwartet
  • Du musst mehr Puffertage einplanen

Hinweise für den Campervan:

  • Ein entsprechend ausgestatteter 4x4-Campervan ist empfehlenswert
  • Übernachtungen sind auf geöffnete Campingplätze beschränkt
  • Das Fahren erfordert Sicherheit bei winterlichen Bedingungen

Warum die Leute trotzdem kommen:

  • Nordlichter
  • Weniger Touristen
  • Dramatische Schneelandschaften

Unterm Strich: Der Winter ist ein unglaubliches Erlebnis, aber wenn dein Ziel die Umrundung des ganzen Landes ist, rechne mit einer langsameren, weniger planbaren Reise. Mach dir eine Liste der geöffneten Campingplätze, damit du weißt, wo du anhalten kannst.

Nebensaison (April–Mai & September–Oktober)

Die Nebensaison bietet dir eine gute Balance aus ordentlichem Wetter, Flexibilität und Atmosphäre und ist damit eine hervorragende Zeit, um Island mit dem Campervan zu bereisen.

Herde von Islandpferden grast auf einem goldenen Herbstfeld, im Hintergrund sind schneebedeckte Berge zu sehen.
Islandpferde

Was dich erwartet:

  • Längeres Tageslicht als im Winter, aber kein endloses Tageslicht wie im Sommer
  • Wechselhafte Wetterbedingungen
  • Weniger Touristen und niedrigere Preise
  • Viele Hochlandrouten sind geschlossen

Auswirkungen auf deinen Zeitplan:

  • Die Ringstraße ist meist in 7-10 Tagen machbar
  • Du brauchst Flexibilität für wetterbedingte Verzögerungen
  • Die Fahrbedingungen können von Tag zu Tag stark schwanken

Hinweise für den Campervan:

  • Leichter einen Platz auf Campingplätzen zu finden als im Hochsommer
  • Mehr Freiheit, deine Route an die aktuellen Bedingungen anzupassen

Worauf du achten solltest:

  • Plötzliche Wetterumschwünge
  • Kürzere Tage als im Sommer
  • Eingeschränkter Zugang zu abgelegeneren Gegenden

Unterm Strich: Die Nebensaison ist ein toller Mittelweg für Campervan-Reisen. Du erreichst mehr Orte, brauchst aber mehr Zeit und Flexibilität als in den Sommermonaten.

7. Vorschlag: 7-Tage-Campervan-Route über die Ringstraße

Wenn du wenig Zeit hast, aber trotzdem so viel wie möglich von Island sehen willst, ist eine 7-tägige Campervan-Route eine der besten Möglichkeiten. Die Route ist zügig, aber im Sommer machbar. Der Schlüssel liegt darin, früh zu starten, bei den Stopps flexibel zu bleiben und die Freiheit zu genießen, die du nur mit einem Campervan hast.

Tag 1: Reykjavík → Golden Circle → Südküste

Starte stark in deine Reise mit einer Tour über den Golden Circle und dem Auftakt an der Südküste. Bedenke, dass dieser zügige Start nicht empfehlenswert ist, wenn du mit einem Nachtflug ankommst. Verbringe in dem Fall die erste Nacht lieber auf dem Campingplatz in Reykjavík.

Highlights:

  • Nationalpark Þingvellir
  • Geothermalgebiet Geysir
  • Gullfoss
  • Seljalandsfoss & Skógafoss

Fahrzeit: ~4-5 Stunden

Übernachtung: Campingplatz in der Nähe von Vík

Tipp: Geh bei Sonnenuntergang hinter den Seljalandsfoss (wenn möglich). Das kann einer der unvergesslichsten Momente deiner Reise werden.

Tag 2: Vík → Skaftafell → Jökulsárlón

Dieser Abschnitt gehört zu den optisch beeindruckendsten Teilen des Landes.

Gruppe von Wanderern läuft über einen Gletscher in Skaftafell, umgeben von schroffen Bergen und Flecken aus Vulkangestein.
Gletscher in Skaftafell

Highlights:

  • Schwarzer Sandstrand Reynisfjara
  • Nationalpark Vatnajökull
  • Gletscherlagune Jökulsárlón
  • Diamond Beach

Fahrzeit: ~3-4 Stunden

Übernachtung: Campingplatz in Skaftafell oder Höfn

Tipp: Nimm dir Zeit, einfach an der Lagune zu sitzen und alles auf dich wirken zu lassen. Das ist der perfekte Ort, um runterzukommen.

Tag 3: Höfn → Ostfjorde

Ein ruhiger, landschaftlich reizvoller Fahrtag durch die Ostfjorde.

Highlights:

  • Dramatische Fjordpanoramen
  • Kleine Fischerdörfer
  • Seyðisfjörður

Fahrzeit: ~4-5 Stunden

Übernachtung: Campingplatz Egilsstaðir

Tipp: Das ist einer der abgelegeneren Abschnitte der Ringstraße. Tanke unbedingt voll und füll deine Vorräte in der Stadt auf.

Tag 4: Ostisland → See Mývatn

Genieße die geothermalen Landschaften, die den Norden so einzigartig machen.

Highlights:

  • Dettifoss
  • Der See Mývatn und seine Umgebung
  • Geothermalgebiet Hverir
  • Goðafos

Schwarzes Vulkanufer und grüne Hügel am See Mývatn unter dramatisch bewölktem Himmel in Nordisland.
See Mývatn

Fahrzeit: ~3-4 Stunden

Übernachtung: Campingplatz in der Gegend um Mývatn

Tipp: Beende den Tag in der Earth Lagoon Mývatn; sie ist eine weniger überlaufene Alternative zur Blauen Lagune.

Tag 5: Mývatn → Akureyri → Nordküste

Dieser Tag bringt eine Mischung aus den Städten des Nordens und atemberaubenden Küstenpanoramen.

Highlights:

  • Akureyri, die Hauptstadt des Nordens
  • Húsavík, die Hauptstadt der Walbeobachtung
  • Landschaftlich reizvolle Strecken an der Nordküste

Fahrzeit: ~4-5 Stunden

Übernachtung: Campingplatz im Nordwesten, zum Beispiel Borðeyri

Tipp: Kauf in Akureyri Lebensmittel und Vorräte ein, bevor du deine Reise fortsetzt.

Tag 6: Nordisland → Halbinsel Snæfellsnes (optionaler Abstecher)

Mach dich mit ein paar schönen Stopps auf den Rückweg Richtung Stadt.

Highlights:

  • Lange, malerische Fahrten durch Westisland
  • Halbinsel Snæfellsnes
  • Kirkjufell

Fahrzeit: ~5-7 Stunden

Übernachtung: Campingplatz in Westisland, zum Beispiel Varmaland

Zwei Islandpferde stehen auf einem saftig grünen Hang unter klarem blauem Himmel in der isländischen Landschaft.
Islandpferde in Varmaland

Tipp: Wenn dir dieser Tag zu lang oder zu hektisch vorkommt, lass die Halbinsel Snæfellsnes lieber aus. Das solltest du auch tun, wenn du am nächsten Tag einen frühen Flug hast.

Tag 7: Rückkehr nach Reykjavík

Schließe deine Reise ab und gib deinen Miet-Campervan zurück.

Optionen vor der Rückgabe:

  • Reykjavík erkunden
  • Sky Lagoon oder Blaue Lagune besuchen
  • Die Halbinsel Reykjanes erkunden

Fahrzeit: ~2-4 Stunden, je nach Route

Die obige Route lässt sich in 7 Tagen schaffen, aber sie ist zügig und lässt nicht viel Raum zum Erkunden. Du verbringst viel Zeit im Auto und musst mit deinen Plänen flexibel bleiben. Schon ein paar Tage mehr eröffnen dir deutlich mehr Möglichkeiten, über die Highlights hinaus zu genießen.

8. Jenseits der Ringstraße: Abstecher, die Zeit kosten (und sich lohnen)

Bei der Planung deiner Route merkst du vielleicht, dass du über die Ringstraße hinaus willst. Die Flexibilität des Campervan-Reisens eröffnet dir die Möglichkeit, Island intensiver zu erkunden, ohne Stopps auszulassen, nur um rechtzeitig zur nächsten Hotelreservierung zu kommen. Die folgenden Abstecher lohnen sich auf jeden Fall, wenn du in deiner Route etwas Zeit übrig hast.

Halbinsel Snæfellsnes

Die Halbinsel Snæfellsnes ist einer der beliebtesten Abstecher, den Campervan-Reisende gern in ihre Route aufnehmen.

Warum es sich lohnt:

  • Du bekommst ein bisschen von allem, was Island zu bieten hat
  • Weniger überlaufen als die Südküste
  • Unglaubliche Vielfalt auf kurzer Strecke

Campervan steht neben einer kurvigen Schotterstraße durch eine schroffe Vulkanlandschaft mit Bergen in der Ferne in Island.
Unbefestigte Straßen in Island

Erlebnis mit dem Campervan:

  • Leicht zu erkunden, mit mehreren malerischen Campingplätzen
  • Perfekt für langsames Reisen und spontane Stopps

Zeitbedarf: Verlängert deine Route um 1-2 Tage

Ideal für: Reisende, die maximale Vielfalt ohne großen Umweg wollen.

Die Westfjorde

Viele Besucher lassen diese abgelegene, raue Region Islands aus. Die epische Landschaft ist den Abstecher aber wert, wenn du die Zeit hast. Viele Straßen hier sind Schotterpisten, schmal und kurvig.

Warum es sich lohnt:

  • Einige der am wenigsten besuchten Gegenden
  • Atemberaubende Landschaften mit wenig Andrang
  • Einzigartige Highlights wie der Wasserfall Dynjandi und die Klippen von Látrabjarg

Erlebnis mit dem Campervan:

  • Echtes Roadtrip-Feeling abseits der ausgetretenen Pfade
  • Mehr Planung bei Sprit und Vorräten nötig
  • Längere, langsamere Fahrtage

Zeitbedarf: Verlängert deine Route um 3-5+ Tage

Ideal für: Reisende mit Zeitreserve, denen Einsamkeit und Abenteuer wichtiger sind als Bequemlichkeit.

Das Hochland (F-Straßen)

Das Hochland Islands ist Natur in ihrer rohesten Form. Rechne mit langsamem Vorankommen auf den F-Straßen und behalte die aktuellen Wetter- und Straßenverhältnisse im Auge, um sicher zu bleiben. Hier ist ein richtiger 4x4-Campervan unverzichtbar, und normale Mietwagen bringen dich schlicht nicht hin.

Junges Paar in warmen Islandpullovern steht vor einem weißen 4x4-Fahrzeug im abgelegenen isländischen Hochland.
Isländisches Hochland

Warum es sich lohnt:

  • Außerirdisch anmutende Landschaften, die du sonst nirgends siehst
  • Orte wie Landmannalaugar und Askja fühlen sich wirklich abgelegen an
  • Eine völlig andere Seite Islands

Erlebnis mit dem Campervan:

  • 4x4-Campervan ist Pflicht
  • Flussdurchfahrten sind üblich
  • Nur im Sommer geöffnet

Zeitbedarf: Plane je nach Route 1-4 zusätzliche Tage ein

Ideal für: Erfahrene Reisende, die ein echtes Abenteuer wollen und mit anspruchsvollen Bedingungen zurechtkommen.

Jeder Abstecher kostet Zeit, aber er gibt deinem Erlebnis auch mehr Tiefe. Mit einem Campervan hast du die Flexibilität, diese Abstecher je nach Wetter, Vorlieben und Energielevel hinzuzufügen oder wegzulassen. Manchmal werden gerade die Abstecher zu den unvergesslichsten Teilen deiner Reise.

9. Welchen Campervan solltest du für deinen Roadtrip durch Island wählen?

Den richtigen Campervan zu wählen ist nicht nur eine Frage des Komforts. Es beeinflusst direkt, wie schnell du vorankommst, wohin du fahren kannst und letztlich, wie lange du für die Ringstraße brauchst. Die beste Option für deine Reise hängt von deiner Route, deinem Reisestil und der Jahreszeit ab. So findest du den richtigen Campervan:

Kleine Campervans (2 Personen)

Ideal für: Paare, Alleinreisende, preisbewusste Reisen

Vorteile:

  • Leichter zu fahren auf schmalen oder kurvigen Straßen
  • Geringerer Kraftstoffverbrauch
  • Günstigere Mietkosten
  • Weniger windanfällig

Nachteile:

  • Begrenzter Platz zum Schlafen und Verstauen
  • Einfache Ausstattung (oft ohne Toilette oder Dusche)

Auswirkung auf deinen Zeitplan: Du kommst wahrscheinlich schneller und effizienter voran.

Fazit: Perfekt, wenn du eine 7-tägige Tour über die Ringstraße planst und es einfach halten willst.

Mittelgroße Campervans (2–3 Personen)

Ideal für: Paare, die Komfort wollen, kleine Gruppen

Reisender sitzt in einem Campervan und fotografiert durch die offenen Hecktüren einen isländischen Wasserfall.
Isländischer Wasserfall

Vorteile:

  • Mehr Wohnraum und Stauraum
  • Oft mit kleiner Küchenzeile
  • Bessere Balance zwischen Komfort und Fahrbarkeit

Nachteile:

  • Etwas schwieriger zu manövrieren als kleine Campervans
  • Höherer Kraftstoffverbrauch

Auswirkung auf deinen Zeitplan: Ein guter Mittelweg. Du bist effizient unterwegs, fährst unter bestimmten Bedingungen aber vielleicht etwas langsamer.

Fazit: Ideal für eine Reise von 7-10 Tagen, aber Flexibilität bleibt entscheidend.

Große Campervans / Wohnmobile (3–5 Personen)

Ideal für: Familien, Gruppen, lange Reisen

Vorteile:

  • Maximaler Platz und Komfort
  • Schlaf-, Koch- und manchmal auch Badmöglichkeiten
  • Super für längere Aufenthalte an einem Ort

Nachteile:

  • Schwieriger zu fahren auf schmalen Straßen und Schotterpisten
  • Stärker vom Wind beeinflusst
  • Höhere Miet- und Spritkosten

Auswirkung auf deinen Zeitplan: Du fährst wahrscheinlich langsamer, besonders bei windigen Bedingungen und in abgelegenen Gegenden.

Fazit: Am besten für Reisen von 10-14 Tagen, bei denen du nicht hetzt und ein entspannteres Erlebnis willst.

4x4-Campervans (für Hochland & F-Straßen)

Ideal für: Abenteuerreisende, Hochlandrouten

Vorteile:

  • Zugang zu F-Straßen und abgelegenen Gegenden
  • Besseres Handling in unwegsamem Gelände
  • Mehr Freiheit jenseits der Ringstraße

Nachteile:

  • Teurer
  • Etwas anspruchsvoller zu fahren
  • Auf Hauptstraßen nicht nötig

Auswirkung auf deinen Zeitplan: Auf abgelegenen Straßen fährst du langsamer, bekommst dafür aber Zugang zu Gegenden, die viele Besucher nie zu sehen bekommen.

Fazit: Unverzichtbar, wenn du ins Hochland willst, aber für eine einfache Route über die Ringstraße oft überdimensioniert.

Unterm Strich

Es gibt nicht den einen „besten“ Campervan, nur den, der perfekt zu deiner Route und deinem Reisestil passt. Kurz gesagt:

  • Kurze Reise (unter 7 Tagen): Kleiner oder mittelgroßer Campervan
  • Längere Reise (10-14 Tage): Mittelgroßer oder großer Campervan
  • Abenteuerrouten: 4x4-Campervan

Wenn du in begrenzter Zeit so viel wie möglich sehen willst, ist ein kleinerer Campervan die richtige Wahl. Hast du aber mehr Zeit oder willst wirklich erkunden, ist ein größerer oder ein 4x4-Campervan die bessere Entscheidung.

10. FAQs: Mit dem Auto um Island herum

Wie lange dauert es, mit dem Campervan um Island herumzufahren?

Die komplette Ringstraße dauert 17-20 Stunden reine Fahrzeit, aber so funktionieren Campervan-Reisen nicht. Du brauchst 6-7 Tage für eine zügige Tour oder 10-14 Tage für ein entspannteres, intensiveres Erlebnis. Mit dem Campervan hältst du ganz automatisch öfter an, für Aussichten, Mahlzeiten und Übernachtungen, und all das wird Teil der Reise.

Kann man in Island überall im Campervan schlafen?

Nein, Wildcampen ist mit dem Campervan nicht erlaubt. Du musst auf ausgewiesenen Campingplätzen übernachten, also schau auf tjalda.is nach Optionen in der Nähe. Die meisten Campingplätze sind gut ausgestattet und praktischerweise über das ganze Land verteilt.

Ist es schwierig, einen Campervan zu fahren?

Einen Campervan zu fahren unterscheidet sich nicht groß vom Fahren eines normalen Autos. Du musst aber Wetter und Straßenverhältnisse im Blick behalten. Starker Wind wirkt sich auf Campervans schneller aus als auf Autos.

Braucht man in Island einen 4x4-Campervan?

Das hängt davon ab, wohin du willst und wann du kommst. Für eine Sommertour über die Ringstraße mit ein paar Abstechern ist normalerweise kein 4x4 nötig. Wenn du aber über die F-Straßen ins Hochland willst, ist ein 4x4 Pflicht. Auch im Winter kann ein 4x4-Campervan von Vorteil sein.

Was ist die beste Jahreszeit für einen Roadtrip mit dem Campervan?

Der Sommer (Juni-August) ist die beliebteste Zeit für Campervan-Roadtrips. Du hast lange Tage, offene Straßen und Campingplätze und die besten Fahrbedingungen. Danach kommt die Nebensaison mit weniger Andrang. Allerdings ist das Wetter unberechenbarer. Der Winter bringt anspruchsvollere Bedingungen mit wenig Tageslicht und eingeschränktem Zugang zu Campingplätzen.

11. Also, wie lange dauert es, um Island herumzufahren?

Es geht zwar in weniger als 24 Stunden, aber wenn du mit dem Campervan reist, solltest du dir am besten mindestens 7-10 Tage nehmen, um das Land wirklich zu erkunden. Deshalb stellen die meisten Reisenden fest, dass Campervan-Reisen sich nicht nur flexibler anfühlen, sondern tatsächlich länger. Du kannst ganz nah an großartigen Sehenswürdigkeiten aufwachen, deine Mahlzeiten mit Gletscherblick zubereiten und deine Pläne unterwegs nach Lust und Laune oder je nach Wetter anpassen. Es ist der beste Weg, das Land zu sehen und in die Landschaften einzutauchen.

Sobald du eine grobe Vorstellung davon hast, wie viele Tage du unterwegs sein wirst, ist der nächste Schritt die Wahl der richtigen Ausstattung. Stöbere durch unsere Campervan-Flotte und finde das passende Fahrzeug für deine Route.

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